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Pfändungsschutz beim Girokonto

Der Weg in die Schuldenfalle ist oft sehr kurz. Arbeitslosigkeit oder Scheidung sind häufig die ersten Auslöser. Plötzlich kann man nicht mehr allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen, Mahnungen flattern ins Haus. Wenn sich dann noch mehrere Kredite vorfinden, die abbezahlt werden müssen, verliert man schnell den Überblick. Der Überziehungsrahmen des Girokontos wird oft bis zum letzten Cent ausgenutzt.

In diesem Fall ist eine Umschuldung der richtige Weg. Dabei werden sämtliche Zahlungsverpflichtungen zusammengefasst. Besonders die hohen Zinsen beim Dispokredit belasten das Budget und können mit Hilfe eines Kredits zur Umschuldung entschärft werden. Im Falle einer Überschuldung geht häufig auch die Übersichtlichkeit verloren. Deshalb ist ein erster Schritt zur Umschuldung eine möglichst lückenlose Bestandsaufnahme aller Zahlungsverpflichtungen und offenen Rechnungen. Doch was passiert, wenn ein Gläubiger übersehen wird? Bevor es zur Kontopfändung kommt, kann mit einem so genannten P-Konto wirkungsvoll vorgebeugt werden.

Der Pfändungsschutz ist für jedes bereits bestehende Girokonto möglich. Er stellt eine Zusatzfunktion dar, auf die der Bankkunde einen gesetzlich verankerten Anspruch hat. Pfändungsschutz bedeutet, dass ein monatlicher Freibetrag auf dem Konto nicht gepfändet werden darf. Der besondere Vorteil liegt darin, dass man mit einem P-Konto handlungs- und zahlungsfähig bleibt. Denn beim "normalen" Girokonto wird das Konto gesperrt, solange eine Pfändung vorliegt. Innerhalb des Freibetrags darf der Kontoinhaber beliebig über sein Guthaben verfügen. Der Gesetzgeber hat dabei angeordnet, dass Zahlungen, die am Monatsende eintreffen und für den Folgemonat gelten, auch auf den nächsten Monat angerechnet werden.

Dabei spielt es keine Rolle, woher die Geldeingänge auf dem P-Konto stammen. Ob es sich um Arbeitsentgelt, Sozialleistungen oder private Zuwendungen handelt, ist absolut unerheblich. Der Freibetrag für Alleinstehende beträgt zirka 1.000 Euro und kann sich dementsprechend erhöhen, wenn
Unterhaltsverpflichtungen vorliegen oder Kinder versorgt werden müssen. Zur Einrichtung eines P-Kontos sind in Deutschland alle Banken verpflichtet. Im Falle einer Umschuldung ist die Einrichtung eines P-Kontos eine sinnvolle Maßnahme.