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Warum sich eine Umschuldung gerade jetzt lohnen könnte

Viele Deutsche müssen in den nächsten Monaten umschulden. Wer bereits jetzt aktiv wird, kann seine Finanzierungskosten stark eindämmen.

Seit nunmehr mehreren Monaten befinden sich die Bauzinsen auf einem historischen Tiefstand. Zwischen Mitte 2007 und 2008 lagen die Bauzinsen noch wesentlich höher. Mitte 2008 musste der Bauherr für ein Darlehen mit einer Zinsbindungsdauer von 15 Jahren mit einem Hypothekenzins von knapp 5,20% rechnen. Auch ein Vergleich der aktuellen Zinsen mit dem langfristigen Mittelwert für ein 10-jähriges Baudarlehen unterstreicht das äußerst attraktive Zinsumfeld. So liegt der genannte Mittelwert bei etwa 6%, während für Baugeld derzeit im Regelfall zwischen 3% und 4% Zinsen verlangt werden. Wird berücksichtigt, dass im Rahmen einer Baufinanzierung teils sehr lange Laufzeiten und Summen vereinbart werden, können signifikante Einsparungen realisiert werden. Bei einer Darlehenssumme von 100.000 Euro und einer Zinsersparnis von 1,50% gegenüber der alten Finanzierung können ab sofort etwa 1.500 Euro eingespart werden.

Ein konkretes Beispiel soll Ihnen das Sparpotential verdeutlichen: Für ein bestehendes Baudarlehen über 150.000 Euro und einer Zinsbindungsfrist von 15 Jahren verbleibt am Ende der Laufzeit, unter Berücksichtung eines Bauzinssatzes von 6,5% und einer Tilgungsrate von 1%, eine Restschuld von 112.000 Euro. Können Sie sich durch eine Umschuldung einen Zinssatz von 3,8% sichern und erhöhen Sie im Zuge dessen Ihren Tilgungsanteil auf 3,7% (Gesamtrate somit nach wie vor bei 7,5%) verbleibt unter sonst gleichen Bedingungen eine Restschuld von nur noch 38.000 Euro. Die Gesamtersparnis von 74.000 Euro entspricht quasi der Hälfte der Anfangskreditsumme. Hierbei kommt Ihnen vor allem der Zinsezinseffekt zugute. Aber auch bei kleineren Summen kann die Gesamtersparnis beträchtlich sein. Durch die Ablösung eines bestehenden Ratenkredits können Sie demzufolge die Konditionen für Ihr Finanzierungsvorhaben deutlich verbessern.

Auch für die nächsten Wochen gehen die Experten von keinem signifikanten Zinsanstieg aus. Dies ist inbesondere auf die aktuelle Schuldenmisere innerhalb der Europäischen Union zurückzuführen. Da sich für Länder wie Griechenland, Portugal und Spanien eine teils deutliche Rezession am Horizont abzeichnet, sehen sich die Währungshüter gewzungen, die Leitzinsen auf einem sehr niedrigen Niveau zu belassen. Hiervon profitieren gesunde und starke Volkswirtschaften wie die Bundesrepublik Deutschland, da die niedrigen Zinsen den Wirtschaftsaufschwung zusätzlich beflügeln. Leizinsen und Bauzinsen sind unmittelbar miteinander korreliert. Da diese demnach im Gleichschritt gehen, führen geringe Leitzinsen zu einem niedrigen Finazierungszins.
Allerdings gehen einige Fachleute mittel- bis langfristig von einer positiven Wirtschaftsentwicklung innerhalb der EU aus. In der Folge würden sich die Zinsen ihrem Mittelwert annähern, also steigen.
Sofern die Zinsbindung Ihres aktuellen Darlehens ausläuft sollten Sie diverse Konkurrenzangebote mit der Offerte Ihrer Hausbank abgleichen.

Unter Umständen könnte es sich allerdings auch lohnen, das bestehende Darlehen schon vor Ablauf der Zinsbindung abzulösen. Da der Großteil der Banken für den entgangenen Zinsgewinn eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet, sollten Sie diese vorab unbedingt der möglichen Zinsersparnis gegenüberstellen. Hierzu sollten Sie einen Bauzins- sowie ggf. einen Vorfälligkeitsentschädigungsrechner im Internet zu Rate ziehen.
Für den Fall, dass sich eine vorzeitige Umschuldung nicht rechnen sollte, können Sie sich dennoch das aktuelle Niedrigzinsumfeld zunutze machen. So können Sie sich etwa mit dem Abschluss eines Forward-Darlehens bereits einige Jahre im Voraus die gegenwärtigen Zinssätze sichern. Sofern Sie von steigenden Zinsen ausgehen, womit Sie nicht alleine wären, sollten Sie den Abschluss eines solchen Darlehens in Erwägung ziehen.