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Hypothekenkredit

Was ist ein Hypothekenkredit ?

Einen Hypothekenkredit nimmt man auf, wenn man sich ein eigenes Häuschen oder eine eigene Wohnung kaufen möchte. Auch für den Umbau einer bestehenden Immobilie kann man einen Hypothekenkredit nutzen.

Für die Entscheidung zur Kreditgewährung müssen der Bank alle relevanten Unterlagen vorgelegt werden. Das heißt, der Kaufvertrag, eine Gesamtkostenaufstellung und gegebenenfalls auch die Baugenehmigung. Nach Prüfung der Unterlagen setzt die Bank einen Beleihungswert fest und wird nach Einsichtnahme in die Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers eine Kreditentscheidung fällen. In diesem Zusammenhang müssen der Bank auch die Einkommensverhältnisse offengelegt werden. Dabei wird dann gemeinsam mit dem Kreditnehmer geprüft, ob die monatliche Rate aus dem Einkommen getragen werden kann. Da ein Hypothekenkredit immer eine langfristige Verpflichtung bedeutet, sollte man die Optionen bei den verschiedenen Banken genau prüfen und die Finanzierung mit einem kompetenten Berater planen.

Ein Hypothekenkredit wird zweckgebunden gewährt, das bedeutet, dass die Bank das Darlehen nur nach Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auszahlt. So beispielsweise bei einem Neubau dem Baufortschritt entsprechend oder bei einem Kauf nach Fälligkeit des Kaufpreises.

Der Hypothekenkredit wird durch die Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch des finanzierten Objektes abgesichert. Es wird eine Grundschuld in Höhe der Kreditsumme zu Gunsten der finanzierenden Bank eingetragen. Ist der Hypothekenkredit vollständig zurückgezahlt worden, wird eine Löschungsbewilligung für die Grundschuld ausgestellt.

In der Regel wird der Hypothekenkredit in monatlich gleichbleibenden Raten, den Annuitäten, zurückgezahlt. Die Annuität setzt sich aus der Zins- und Tilgungsleistung zusammen. Bei Abschluss des Darlehens wird neben dem Zinssatz ein Tilgungssatz festgelegt. Dieser liegt üblicherweise bei anfänglich 1 % pro Jahr. Da Zinsen immer nur auf den Restschuldbetrag berechnet werden, nimmt der Zinsanteil im Laufe der Rückzahlungszeit ab und der Tilgungsanteil der Rate steigt entsprechend.

Bei einem Tilgungssatz von 1 % p.a. läuft ein Hypothekenkredit ungefähr 30 Jahre bis er vollständig zurückgezahlt wurde.

Üblicherweise vereinbart man bei einem Hypothekenkredit eine bestimmte Zinsfestschreibungszeit. In dieser Zeit ist der Zinssatz fest und kann nicht geändert werden. In Zeiten niedriger Zinsen ist es daher sinnvoll, einen möglichst langen Zinsfestschreibungszeitraum zu wählen. Gängig sind hier in der Regel 10 oder bei manchen Kreditinstituten auch durchaus 15 Jahre. Nach Ablauf der Zinsfestschreibung erhält man von der finanzierenden Bank ein Angebot über eine erneute Festschreibung des Darlehens. Hier lohnt es sich durchaus, Angebote zu vergleichen und gegebenenfalls auch, den Hypothekenkredit umzuschulden und ihn nicht beim gleichen Institut zu prolongieren. Dabei sollte man aber beachten, dass bei einer Umschuldung zu einem anderen Institut weitere Kosten für die Umschreibung der Sicherheiten entstehen.