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Was ist eine Umschuldung

Umschuldung ist ein weitläufiger Begriff, der - ganz allgemein - das Umverteilen von finanziellen Schulden meint. Schulden sind häufig nicht so leicht wieder loszuwerden, vor allem in finanziell angespannten Zeiten, und da erscheint eine Umschuldung manchmal als sinnvoller Ausweg. Das ist aber nicht grundsätzlich so. Umschuldung heißt nicht, dass jemand schuldenfrei wird, sondern lediglich, dass die bereits vorhandenen Schulden anders verteilt sind.

Die Schuldenfalle

Schulden sind in der Regel kein Weltuntergang. Finanzierungen einer größeren Anschaffung per Kredit ist durchaus gängig, und solange der Kredit - die Schulden also - nach Zeitplan zurückgezahlt werden können, ist das Ganze eine feine Sache. Denn sowohl die Kreditinstitute können aus der Situation Gewinn ziehen (nämlich die fälligen Zinsen, ein Gewinn monetärer Art) als auch der Kreditnehmer, der sich durch die Finanzierung einen Wunsch erfüllen konnte. Nun sind Zinsen aber nicht immer gleich hoch, und es kann sein, dass ein Zinssatz für Kredite im Rahmen der Laufzeit eines bereits genommenen Kredits sinkt. Dann ist eine Umschuldung sinnvoll.

Jonglieren mit Zinssätzen

Umschuldung meint, dass ein bereits genommener Kredit (Schulden also) vorzeitig getilgt wird. Das dafür nötige Geld wird bei einem anderen Kreditinstitut zu anderen Kreditbedingungen geliehen, die Schulden werden somit umverteilt, was mit dem Begriff Umschuldung passend umschrieben ist. In der Regel ist die Umschuldung nach genanntem Beispiel sinnvoll, wenn Zinssätze für kleinere Kredite sinken, um so den höheren Zinssatz für den ersten Kredit durch die Umschuldung zumindest teilweise zu umgehen. Umschuldung meint nicht, dass die Schulden getilgt oder verkleinert worden sind - sie sind lediglich auf ein anderes Kreditinstitut verlagert worden.

Zusammenlegen von Krediten

Manchmal passiert es, dass sich im Laufe der Zeit viele kleine Kredite ansammeln, die alle nach und nach zurückgezahlt werden müssen. Es ist ärgerlich, monatlich Kleckerbeträge von einigen Euro an etliche verschiedene Banken zu zahlen. Über einen einzigen, immer noch kleinen Kredit ist es möglich, alle diese kleinen Beträge auf einmal zu tilgen. Anstelle vieler kleiner Kredite besteht nun noch ein großer - auch dies ist ein Beispiel für eine unter Umständen sinnvolle Umschuldung.

Bonität

Dank des Informationsflusses zwischen Banken, Kaufhäusern und Schufa ist es manchmal nicht möglich, einen Kredit zu erhalten oder einen Ratenkauf zu tätigen. Die Bonität ist in Frage gestellt. Auch da kann eine Umschuldung sinnvoll sein. Das ist nämlich der Fall, wenn wie im oben beschriebenen Beispiel mehrere kleinere Kredite mit längerer Laufzeit und unter Umständen höheren Zinssätzen getilgt werden können, indem ein einziger Kredit bei einem anderen Institut genommen wird. Diese Form der Umschuldung kann die Bonität wieder herstellen.

Vorsicht ...

... ist geboten, wenn Kreditinstitute mit dem Zusatz "ohne Schufa" werben - sie lassen sich eine Umschuldung oder eine Kreditnahme ohne Meldung an die Schufa in der Regel recht teuer bezahlen. Die Zinssätze der Kredite sind entsprechend hoch, die Laufzeiten unangenehm, und zusätzlich können mehr oder minder überhöhte Bearbeitungsgebühren anfallen. Eine Umschuldung sollte stets sorgfältig geprüft werden, denn unter den falschen Umständen und mit einem unglücklich gewählten Kreditinstitut abgeschlossen, kann ein Kredit statt der sinnvollen Umschuldung die Situation auch verschlimmern.

Berater

Es gibt immer die Möglichkeit, Sinn oder Unsinn einer Umschuldung von professionellen Finanzberatern prüfen zu lassen. Das muss nicht teuer sein, so manche Beratungsstelle arbeitet ehrenamtlich. Eine Umschuldung sollte gut überlegt sein, und die Konditionen müssen sorgfältig überprüft werden. Privatpersonen haben selten den Überblick über den großen Finanzmarkt, womit das Aufsuchen eines Beraters sinnvoll erscheint.